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Die Fälle des Komissar Wagner Von Uwe Plasger

Das Alibi

Erzählerin: Privatdetektiv Peter Berg saß noch vor dem Fernseher und sah sich die Abendnachrichten an, als es an der Tür klingelte. Etwas verärgert ging er zur Tür, denn es war schon kurz nach 22 Uhr. Und er mochte es gar nicht, wenn man ihn spät abends noch störte.

Berg: Ja, was gibt's denn?
Homann: Ah, guten Abend, sind Sie Peter Berg, Privatdetektiv Peter Berg?
Berg: Ja!
Homann: Ich, ... ich muss Sie unbedingt sprechen. Mein Name ist Homann, Walter Homann. Es ist wirklich wichtig.
Berg: Na, dann kommen Sie doch erst einmal herein.
Homann: Danke. Ich weiß, es ist spät. Trotzdem. Nur Sie können mir helfen. Ich habe gehört, Sie seien der beste Privatdetektiv der Stadt.
Berg: Das freut mich zu hören. Wir werden ja se¬hen. Nehmen Sie doch Platz. Möchten Sie et¬was trinken? Homann: Nein, nein, vielen Dank.
Berg: Kommen wir also zur Sache. Erzählen Sie mir mal, wo Sie der Schuh drückt, Herr ...
Homann: Homann.
Berg: Herr Homann.
Homann: Ja, also, ich bin Verwalter der Kantinen und des Casinos der Mercedes-Werke hier in Stuttgart. Wir haben über 5000 Beschäftigte. Jeden Freitagabend zwischen 1 8 und 19 Uhr kommen die Leiter der beiden Kantinen und des Casinos zu mir in mein Büro, um die Einnahmen einer Woche mit mir abzurechnen. Das macht im Durchschnitt immer so um die 100.000 Mark pro Woche. Ich habe das Geld in meinen Tresor eingeschlossen. Das mache ich immer so. Heute Abend also, so gegen 19 Uhr 30, habe ich mein Büro verlassen und bin in meine Wohnung gegangen.
Berg: Gegangen, sagten Sie? Wo wohnen Sie denn?
Homann: Ach so, ja, ich wohne direkt neben dem Werksgelände. Daher gehe ich immer zu Fuß zur Arbeit und wieder nach Hause.
Berg: Ach so. Das ist ja praktisch.
Homann: Ja. Ja, und um 20 Uhr bin ich dann mit dem Auto in die Stadt gefahren, um im Restaurant Sansibar zu Abend zu essen. Sie müssen nämlich wissen, meine Frau ist im Moment bei Verwandten in München. Und da ich nicht kochen kann ...
Berg: Restaurant Sansibar, sagten Sie. Das ist ein recht teures Restaurant. Außerdem liegt es am anderen Ende der Stadt. Ist das nicht ein bisschen weit, nur um essen zu gehen?
Homann: Ach, halb so schlimm. Mit dem Auto brauche ich ungefähr eine halbe Stunde. Aber was tut man nicht alles für eine gute Küche.
Berg: Da haben Sie Recht. Aber bitte, ich wollte Sie nicht unterbrechen. Erzählen Sie weiter.
Homann: Nach dem Essen bin ich nicht gleich in meine Wohnung gefahren, sondern ich habe noch mal in meinem Büro nach dem Rechten geschaut. Das ist so eine Gewohnheit von mir, alles noch mal zu kontrollieren. Besonders wenn da so viel Geld liegt. Na ja, und als ich in mein Büro komme ich dachte, mich trifft der Schlag. Der Tresor war aufgebrochen.
Berg: Sie scheinen ja mit den Nerven völlig am Ende zu sein. Wollen Sie nicht doch etwas trinken? Das hilft.
Homann: Doch, ich glaube, jetzt brauche ich einen Schluck. Danke.
Berg: Wie spät war es denn, als Sie in Ihr Büro zurückkamen?
Homann: Ja, es war 21 Uhr 15 ... Ich weiß das deshalb so genau, weil ich auf die Uhr ge-schaut habe, als ich die Polizei anrufen wollte.
Berg: Und was hat die Polizei gesagt?
Homann: Das ist es ja gerade, ich habe die Polizei nicht angerufen ...
Berg: Warum nicht?
Homann: Weil ... weil dann herausgekommen wäre, dass ich vergessen hatte, die Bürotür abzuschließen. Verdammt, Herr Berg, ich hatte wirklich vergessen, die Tür abzuschließen. Das ist mir noch nie passiert.
Berg: Da sind Sie aber in einer sehr unangenehmen Lage.
Homann: Eben, und da dachte ich, dass Sie mir vielleicht weiterhelfen könnten. Hier, ich habe eine Liste gemacht mit den Namen der Leute, die eventuell für den Diebstahl in Frage kommen. Das sind alles Leute, die die Räume genau kennen und die wussten, dass heute viel Geld im Tresor war.
Berg: Sagen Sie, Herr Homann, sind Sie sicher, dass alles genau so war, wie Sie es mir erzählt haben?
Homann: Aber natürlich. Es stimmt alles, bis ins letzte Detail. Die Uhrzeiten und die Namen ... Es war alles so, wie ich es Ihnen erzählt habe.
Berg: Nun, mein lieber Herr Homann, dann schlage ich Ihnen vor, noch einen Schluck zu trin¬ken. In der Zwischenzeit rufe ich Kommissar Wagner an.
Homann: Was? Wie bitte?
Berg: Ja, der wird dann Ihr sogenanntes Alibi prüfen.
Homann: Aber...
Berg: Ich glaube nämlich, dass Sie die 100.000 Mark gestohlen haben, denn Ihre Geschichte stimmt nicht ganz. Tja, Sie hatten ganz richtig gehört: Sie haben den besten Privatdetektiv der Stadt vor sich.

Erzählerin: Woran merkte Privatdetektiv Peter Berg, dass Herr Homann nicht die Wahrheit sagte?

Vokabelhilfe:

Deutsch Englisch
Verärgert Angry
zur Sache kommen to get to the point
Wo drückt der Schuh?       What's up?
der Verwalter(-) director; manager
der Beschäftigte(n) employee
der Leiter(-) manager
die Einnahme(n) takings; receipts
abrechnen + Akk. to do the accounts
das Gelände(-) site
das Werk(e) factory
nach dem Rechten check if everything
schauen is in order
herauskommen to come out
der Diebstahl("e) theft
prüfen + Akk. to verify something

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